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Das ganz in der Appellation (AOC) Morges gelegene Weingut besteht aus 100, auf 20 Gemeinden verteilten Rebparzellen. Sie sorgen für vielfältige Terroirs und Mikroklimas und ermöglichen den Anbau von sechzehn verschiedenen weissen und roten Rebsorten.
Ein Drittel der 36 ha wird nach der Methode der umweltfreundlichen integrierten Produktion angebaut, auf zwei Dritteln kommt biodynamischer Anbau, bei der ganz auf chemische Syntheseprodukte verzichtet wird, zur Anwendung. Die Reben werden mit mineralischen, pflanzlichen und tierischen Substanzen nach einer mit Homöopathie vergleichbaren Methode gepflegt.
Mit ihren Taten und ihrem aktiven Engagement setzt die Familie Cruchon das Motto des Weingutes um. Dieses lautet:
- «Die Erde gehört uns nicht, wir sind ihr zu Dank verpflichtet. Indem wir sie zukunftsorientiert bebauen, sichern wir auch unsere Zukunft.»
Die Vielfalt des Weinberges und des Rebsortenbestands kommt in einem breiten Weinangebot mit insgesamt 32 Sorten zum Ausdruck. Weiss-, Rosé-, Rot-, Trocken-, Likör und Schaumweine, alle in Bottichen oder Barriques ausgebaut, einfache oder komplexe, fruchtige oder Terroirweine – alle sind sie authentisch, denn bei den Cruchons wird weder an der Struktur noch an der Reife der Traube herumgepfuscht.
Wie Raoul Cruchon unermüdlich betont: „Alles steckt in der Traube!“. Die Arbeit im Keller besteht darin, das Beste aus der Traube herauszuholen. Und wenn die nichts enthält, ist auch der Wein gehaltlos. Raoul Cruchon betrachtet die Önologie nicht als schöpferische Wissenschaft, denn für ihn schafft nur die Natur. Um diese Natur zur Geltung zu bringen, muss der Mensch sein Talent und sein Einfühlungsvermögen spielen lassen. „Um einen grossen Wein zu erhalten, braucht es Trauben und Herz“, fasst er seine Arbeitsphilosophie zusammen.
Auf dem Weingut wird die Önologie naturgerecht im Einklang mit der Natur betrieben, deshalb ist auch die hochmoderne, funktionelle Ausstattung aufs Wesentliche reduziert. Maschinen für die Aufnahme der Trauben sorgen dafür, dass die Beeren bis zu den Pressen ganz bleiben. Letztere sind mit perfektionierten Systemen ausgestattet, damit der Saft mit so wenig maschinellem Eingriff wie möglich gewonnen werden kann. Die emaillierten Stahlbottiche sind thermoregulierbar und die rund 200 Barriques werden regelmässig erneuert.